Naturschutzgebiet Rheindelta
Als Rheindelta wird das dreieckförmige Gebiet bezeichnet, das aufgrund der Rheinregulierung zwischen dem ursprünglichen Alten Rhein (Grenze Österreich-Schweiz), dem neu entstandenen regulierten Neuen Rhein und dem Bodensee im österreichischen Bundesland Vorarlberg entstanden ist.
Das Naturschutzgebiet Rheindelta in Vorarlberg (Österreich) ist das größte Feuchtgebiet am Bodensee und reicht von der Mündung des alten Rheines an der Schweizer Grenze über die Mündung des neuen Rheines bis zur Dornbirner Ach in Hard.
Es liegt auf den Gemeindegebieten von Höchst, Fußach, Gaißau und Hard und hat eine Fläche von ca. 2.000 ha. Davon sind 2/3 Wasserfläche und nur 1/3 Land. Aber nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt hat hier einen hohen Stellenwert, sondern auch Landwirtschaft, Tourismus und Fischerei haben im Gebiet ihre Berechtigung.
Durch die Bewirtschaftung, frühere Überschwemmungen, Sandablagerungen usw entstanden naturnahe Lebensräume, die zum großen Artenreichtum im Rheindelta beitragen
Im Gebiet gibt es folgende Lebensräume:
Schutz
Aufgrund seiner besonderen Pflanzen- und Tierwelt wurde das Rheindelta 1976 per Verordnung unter Schutz gestellt und konnte seither um wertvolle Teilbereiche erweitert werden.
1982 verpflichtete sich auch die Republik Österreich mit dem „Ramsar-Abkommen“, den Schutz von „Feuchtgebieten mit Internationaler Bedeutung“ zu fördern.
Seit 1995 ist das Naturschutzgebiet Rheindelta zudem ein ausgewiesenes Natura 2000 Gebiet - wodurch es Teil des EU-weiten Schutzgebiet-Systems wurde.
