Feuchtwiesen
Im Rheindelta findet man ca. 300 ha Streuwiesen.
Früher war eine intensive Nutzung der Moorflächen durch die jährlichen Überschwemmungen des Bodensees unmöglich.
Die Streuwiesen wurden nicht gedüngt und nur einmal im Herbst geschnitten.
Dann wurde es, wie der Name schon sagt, als Einstreu im Stall verwendet.
Große Teile der Streuwiesen werden auch heute noch extensiv bewirtschaftet.
Das Aussehen der Streuwiesen kann je nach Boden- und Wasserverhältnissen sehr unterschiedliche sein. In trockeneren Bereichen ist eine Bewirtschaftung dringend nötig, da die Flächen sonst mit Sträuchern zuwachsen würden.
Eine der häufigsten Arten in den Streuwiesen ist das Pfeifengras (Molinia sp.).
Neben verschiedenen Orchideen-Arten, Gilbweiderch (Lysimachia vulgaris), Blutweiderich (Lythrum salicaria) und verschiedenen Iris-Arten (Iris sibirica/Iris pseudacorus) findet man auf diesen nährstoffarmen Standorten auch eine kleine fleischfressende Pflanze - den Sonnentau (Drosera sp.)
Auch eine große Anzahl an Tieren wie Bläulinge, Spinnen, Käfer, Feldhasen und Rehe finden in den Streuwiesen einen geeigneten Lebensraum.





Bilder: Othmar Danesch, Walter Niederer, Manfred Waldinger, umg Markus Grabher
