„Der Kormoran in der Fußacher Bucht - Monitoring und Telemetrische Untersuchungen“
Vera Leib
Nachdem Anfang des 20. Jahrhunderts der Kormoran (Phalacrocorax carbo) in Europa beinahe ausgerottet worden ist, griff die 1979 verabschiedete Vogelschutzrichtlinie mit den entsprechenden Maßnahmen zum Schutz von Brutstätten des Kormorans. Dies führte zu einem starken Anstieg der Population in den Hauptbrutgebieten von Dänemark, den Niederlanden und Deutschland.
Mit der immer größer werdenden Anzahl dieser Wasservögel wuchsen auch die Sorgen der Fischerei,
die über reduzierten Fischfang berichten.
Auch im Natura 2000 Gebiet „Rheindelta“ wird seit Ende der 80iger Jahre ein stetiger Anstieg an Kormoranen beobachtet, was zu teils emotionalen Diskussionen führte.
Damit in diesen Diskussionen auf fundierte Daten zurückgegriffen werden kann,
ist es wichtig, die Entwicklung der Population und deren Verhaltensweisen zu studieren.
Im Zuge der Diplomarbeit sollen folgende Fragen untersucht werden:
- Wie entwickelt sich die Brutkolonie in der Fußacher Bucht im Jahr 2009?
- Wie entwickelte sich die Brutkolonie im Verlauf der letzten Jahre?
- Wo sind die bevorzugten „Jagdgebiete“ der Kormorane?
- Wann wird hauptsächlich gejagt?
- Wo halten sich die Jungtiere auf, nachdem sie die Brutkolonie verlassen haben?
Untersuchungsgebiet
Das Untersuchungsgebiet umfasst die Fußacher Bucht, in der sich auch die Insel mit der Hauptbrutkolonie der Kormorane befindet und der geamte Bodenseeraum, in dem sich die Kormorane aufhalten.
Methodik
- Beobachtung und Dokumentation des Bestands 2009 einschließlich Beobachtung der Brut und Aufzucht der Jungvögel
- Aufarbeitung bereits vorhandener Daten und Vergleich mit den aktuell erhobenen Daten
- Satelliten-Telemetrie - Besenderung von Alt- und Jungvögeln in der Fußacher Bucht und Verfolgung der Bewegungen. Diese Daten sind von besonderer Bedeutung,
da die Aufenthaltsorte – und damit auch die Jagdplätze - der besenderten Tiere erfaßt werden.




Bilder: Vera Leib, Dietmar Hollenstein
