Der Biber ist zurück
Der Biber/Fiber castor galt laut Dalla Torre seit 1686 in Vorarlberg als ausgestorben.
In Deutschland, der Schweiz und auch im Osten Österreichs wurden seit den 60er Jahren Biber
durch gezielte Freilassung erfolgreich widerangesiedelt.
Seit 2006 konnten auch im Naturschutzgebiet Rheindelta erste Spuren eines Bibers festgestellt werden.
Inzwischen dürfte sich - den Spuren nach - eine Biberfamilie angesiedelt haben.
Da die Tiere sehr versteckt leben, gelang bis jetzt erst ein Schnappschuss eines Tieres.
Aber vor allem im Winter sind ihre Nagespuren an gefällten Bäumen deutlich zu erkennen.
Da Biber keinen Winterschlaf halten, benötigen die Vegetarier auch in der kalten Jahreszeit Nahrung.
Im Winter fressen sie hauptsächlich Knospen und Rinde von verschiedensten Bäumen - im Sommer
stehen neben Wasserpflanzen auch Landpflanzen wie Brennnesseln als Nahrung zur Verfügung.
Gefressen wir am Liebsten in Ufernähe aber im Schutz des Wassers.
Wasser ist das Element, an das der Biber perfekt angepasst ist - wirkt er an Land eher plump -
wird er im Wasser zum eleganten Schwimmer.
Neben dem platten Biberschwanz - der Kelle - sorgen auch die Schwimmhäute an den Hinterfüßen
für eine rasche Fortbewegung. Sein dichtes Fell und die dicke Fettschicht schützen den Körper
vor der Kälte.
Wollen Sie mehr über das größte Nagetier Europas wissen?
Wir würden uns freuen, Sie im Rheindeltahaus in der Biberausstellung begrüßen zu dürfen.
Haben Sie bei einem Spaziergang einen Biber, eine Nagespuren oder eine Biberrutsche entdeckt,
würden wir uns über eine Mitteilung und ein Foto freuen.
Selbstverständlich werden ihre Daten vertraulich behandelt!
Bilder: U.S fish and wildlifeservice Steve Hildebrand
